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Künstler: Cult of luna

Album: Salvation

Erscheinungsjahr: 2004

Anspieltipp: Leave me here

Autor: Markus

Tool? Neurosis? Isis? Vergesst sie alle. Dieses Album hier ist intensiver, vielschichtiger und fesselnder als das gesamte Schaffen der oben genannten musikalischen Vorreiter. In über 70 (!) Minuten Spielzeit schwören Cult of Luna die musikalische Apokalypse in derartiger Perfektion herauf, dass einem Angst und Bange wird. Die in der Vergangenheit omnipräsenten Vergleiche mit Neurosis müssen von nun an ad acta gelegt, ja ich behaupte sogar, es muss eine neue Musikrichtung erfunden werden, um die musikalische Größe von „Salvation“ ausreichend zu honorieren.

Der hammergeile,  fast 13 minütige Opener „Echoes“ beginnt zunächst mit bedächtigem Drumming, in das nach und nach eine fragile, immer bedrohlicher werdende Melodie eingewoben wird, ehe Sänger Klas Rydberg nach weit über 6 Minuten mit seinen markerschütternden Schreien den Zuhörer unmissverständlich davon überzeugt, dass Armageddon höchstens noch eine Zehntelsekunde entfernt sein kann. Nach dieser gewaltigen Eruption nimmt der Song eine erneute Kehrtwende, beeindruckt durch gewaltige Riffs, hinreißende Melodien und einen gekonnt inszenierten Hoffnungsschimmer am Ende des Songs. Perfekt!

Cult of Luna beherrschen auf ihrem Drittwerk einfach alles. Überlange, häufig bis ins kleinste Detail perfekt arrangierte Songs, in denen  jederzeit für Abwechslung gesorgt wird, treffen auf eine kongeniale Instrumentierung.  Mit „Leave me here“ haben die Schweden außerdem einen feinen Earcatcher am Start, den man (leider gekürzt) auf der Homepage der Plattenfirma Earache als Video bewundern und downloaden kann.  Oben erwähnter Song und außerdem „Crossing over“ werden im übrigen durch die Stimme des schwedischen Ausnahmesängers Tiger Lou veredelt, der ebenfalls beeindruckende Arbeit abgeliefert hat.

Auch textlich genügt das Album allerhöchsten Standards. Die Kompositionen setzen sich zentral mit dem Thema Schuld auseinander. Beim Durchlesen dieser lyrischen Ergüsse wird schnell klar, dass Cult of Luna mit verhältnismäßig wenig Text mehr aussagen, als haufenweise andere Bands, die der Meinung sind, sie müssten ganze Gedichte vertonen.

Das sehr spartanisch gehaltene aber exzellente Cover rundet eine geniale Scheibe ab, die es geschafft hat, mich mehr als jedes andere Album im Jahr 2004 zu beindrucken.  Bleibt zu hoffen, dass sich die Band mit „Salvation“  nicht schon jetzt ihr eigenes Denkmal gesetzt hat und einen gleichwertigen Nachfolger veröffentlicht. Es wäre zu schön um wahr zu sein.

 

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